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MELANIE KOMOROWSKI

Melusine und die kleine Seejungfrau: Das Motiv der Wasserfrau und seine Entwicklung

Sechs Monate lang war der Felsen, der sonst von Kopenhagens Wahrzeichen eingenommen wird, leer. Die Statue der kleinen Seejungfrau, der Heldin aus dem weltbekannten Märchen von Hans Christian Andersen, die dort seit 1913 im Normalfall thront, hatte eine Reise ans andere Ende der Welt zur Expo 2010 in Shanghai angetreten. Aber auch ihr literarisches Vorbild hat einen langen Weg hinter sich gebracht, die Geschichte über die unglückliche Liebe einer Wasserfrau zu einem Menschenmann ist seit dem Mittelalter bekannt und wird bis heute wieder und wieder neu erzählt.

Die folgende Untersuchung vergleicht drei dieser Verarbeitungen: Paracelsus Elementargeisterlehre Liber de nymphis ..., Friedrich de la Motte Fouqués Ritterroman Undine und Hans Christian Andersens Kunstmärchen Die kleine Seejungfrau. Auch wenn sie alle auf dem Motiv der gestörten Mahrtenehe beruhen, weisen sie signifikante Unterschiede auf, die Gründe dafür werden mithilfe der kognitiven Hermeneutik herausgearbeitet. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Verkleidungsprinzips und damit die Frage, ob die Autoren an die Existenz der Wasserfrauen glaubten oder sie nutzten, um reale Problematiken in nichtrealistische Deckmäntelchen zu hüllen.

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Infos zum Beitrag:

  • Publikationsdatum:
    04/2011
  • Sektion:
    Mythosforschung
    Kognitive Hermeneutik
  • Textart:
    Hausarbeit Haupt-/Masterseminar

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