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LENNART LEHMHAUS

Eine Art Jüngstes Gericht. Apokalyptische Motive in expressionistischer und hebräischer Lyrik des 20. Jahrhunderts

Die Apokalypse oder apokalyptische Interpretationen mit den dazugehörigen Bildern und Verweisen gehören mittlerweile schon fast zu unserem medialen Alltag. Besonders in den USA schaffte es die christliche Rechte mit Mitteln der Popkultur, wie etwa dem apokalyptischen Fortsetzungsroman Left Behind – der es versteht durch die Mischung mit Versatzstücken aus Fantasy, Action und Science-Fiction, die Schlüsselthemen der Ultrakonservativen in den USA wie Abtreibungsgegnerschaft, Anti-Drogen-Kampagne, Sexualmoral in ein Endzeit- Szenario einzuflechten – apokalyptische Naherwartung mit jüngster (amerikanischer) Geschichte zu verbinden.

Doch auch außerhalb der USA ist der Verweis auf die Apokalypse längst gebräuchlich. Besonders die Attentate des 11. September, die Stimmung vor der Jahrtausendwende und die mit ihr "prophezeiten" Katastrophen (Computerfehler verursachen den Zusammenbruch der modernen Zivilisationstechnik) oder das Potential nuklearer Vernichtung sind oft apokalyptisch interpretiert worden. Im 19. und 20. Jahrhundert gab es einen regelrechten "Boom" von apokalyptischen Phantasien und Interpretationen, die sich auch in künstlerischen Zeugnissen niederschlugen.

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Infos zum Beitrag:

  • Publikationsdatum:
    10/2007
  • Sektion:
    Mythosforschung
  • Textart:
    Seminararbeit

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