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YAVI BARTULA

Basis-Interpretation: Dorotheas Blumenkörbchen von Gottfried Keller

Eine tragische Liebesgeschichte zweier Menschen, die sich lieben und an dem Schweigen darüber zu Grunde gehen. Ein Liebesdrama voller Missverständnisse, Sehnsüchte, Intrigen, Magie. Eine Liebesgeschichte, wie viele andere. Scheinbar.

Die Erzählung Dorotheas Blumenkörbchen birgt jedoch bei einer genaueren Betrachtung ein raffiniertes Konzept des Autors Gottfried Keller. Vergleicht man diese Erzählungen mit anderen Kellers, so ist man der ungewöhnlichen Ideologie des Autors auf der Spur. Es ist eine spannende Reise durch eine verblüffende literarische Welt voller Zusammenhänge und Parallelen, Phantasie und Kreativität, Überzeugung und Kritik. Implizit artikuliert Keller in Dorotheas Blumenkörbchen sein Unbehagen über die Fehlerhaftigkeit menschlicher Charaktere. Keller appelliert an uns, er möchte uns warnen und belehren. Zu diesem Bestreben dienen ihm seine Erzählungen, in denen er die Protagonisten als falsche Exempel fungieren lässt. Aufwendig und anspruchsvoll weiß Keller auf Destruktives aufmerksam zu machen, zugleich zum Kampf für ein besseres Leben zu motivieren.

Dieser Aufsatz ist ein Versuch einer Basisinterpretation im Rahmen der "Kognitiven Hermeneutik" am Beispiel der Erzählung Dorotheas Blumenkörbchen. Einer kurzen Inhaltsangabe folgt die Interpretation, welche das Textkonzept, das Literaturprogramm sowie das Überzeugungssystem des Autors enthüllt.

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