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ANA SCHEPKOWSKI

Wilhelm Seidels Sandmann-Interpretation in "Olympia. Über die Magie der Herzlosigkeit." Eine Analyse

Wie die Titel des Buches Die Mechanik in den Künsten und des Aufsatzes "Olympia. Über die Magie der Herzlosigkeit" vermuten lassen, steht nicht E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann im Mittelpunkt der Betrachtungen. Der Name "Olympia" im Titel des Aufsatzes weist auf Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Erzählungen hin, die auf verschiedenen Erzählungen Hoffmanns basiert. Relevant für den Inhalt des Textes sind die Darstellungen der Puppen Olympia und Olimpia in Bezug auf die Mechanik und die Produktion der Musik.

Um seine Thesen zu belegen, greift Seidel auf Beispiele aus Hoffmanns Sandmann zurück. Aus Sicht der kognitiven Hermeneutik vermitteln die genutzten Zitate zunächst kein eindeutiges Bild von Seidels Interpretation des Sandmanns. Die Deutungsmöglichkeiten wechseln zwischen dem psychologischen Ansatz, dem Unentscheidbarkeitsansatz und dem dämonologischen Ansatz. Nach einer kritischen Analyse der genutzten Textstellen im Aufsatz "Olympia. Über die Magie der Herzlosigkeit" wird jedoch deutlich, dass Seidel von einer Textwelt mit übernatürlichen Komponenten ausgeht. Er wägt nicht die unterschiedlichen Ansätze ab, sondern geht von der dämonologischen Textinterpretation aus. Hierzu beruft er sich auf eine Interpretation, ohne die Quelle für diese zu nennen. Da für Seidel das Motiv der Musik im Mittelpunkt steht, ist es für seine weiteren Ausführungen nicht von Bedeutung, von welcher Textwelt ausgegangen wird.

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Infos zum Beitrag:

  • Publikationsdatum:
    11/2010
  • Sektion:
    Methodenforschung
    Kognitive Hermeneutik
  • Textart:
    Hausarbeit Erweiterungsseminar
  • Seminarinfo:
    Modelle der Textarbeit

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