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DANIEL SCHULZEK

Personifikation und Demontage eines Feindbilds: Bram Stokers und Fred Saberhagens "Dracula"-Varianten

Ein Pflock, der durch sein Herz dringt, tötet den Vampir; gleißendes Tageslicht verbrennt ihn. – Anders als in Literatur und Film sind die blutsaugenden Untoten in den Köpfen des gruselsüchtigen Publikums allerdings ungleich schwerer totzukriegen, denn seit jeher regen Vampire die Fantasie der Menschen an. Die Vielfalt der literarischen wie cineastischen Verarbeitungen überrascht also nicht.

Diese Arbeit untersucht das Feindbild, das sich um den Vampir der klassischen Genreliteratur rankt. Als "klassisch" wird hierbei der Zeitraum vom ausgehenden 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verstanden, in dem laut Claude Lecounteux die heutige Vorstellung von einem Vampir entstanden ist. Auf dieser Grundlage zeigt die Arbeit auf, wie dieses Feindbild in zwei Werken verarbeitet ist, die knapp 80 Jahre auseinander liegen: Bram Stokers Klassiker Dracula stammt aus dem Jahre 1897, und Fred Saberhagens Roman Die Geständnisse des Grafen Dracula ist erstmals 1975 veröffentlicht worden.

Die These lautet, dass die Vampire in Stokers Werk das als klassisch empfundene Vampir-Feindbild verkörpern, während das Feindbild bei Saberhagen demontiert wird. Um diese These schrittweise zu entwickeln, gliedert sich die vorliegende Abhandlung in einen ersten grundlagentheoretischen Teil, in dem das Feindbild des Vampirs analysiert wird, und einen zweiten literarisch-kontrastiven Teil, der darstellt, auf welch unterschiedliche Weise Stoker und Saberhagen das Feindbild in ihren "Dracula"-Varianten verarbeiten.

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Infos zum Beitrag:

  • Publikationsdatum:
    02/2008
  • Sektion:
    Ideologieforschung
    Feindbildtheorie
  • Textart:
    Seminararbeit
  • Seminarinfo:
    Feindbilder

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