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DANIELA BLUHM

Das Feindbild "Jude" in Literatur und Film des Nationalsozialismus

Der Antisemitismus – wohl das älteste soziale und politische Vorurteil überhaupt – erreichte in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933-1945 seinen grausamen Höhepunkt mit der Verfolgung und Ermordung von Millionen Juden. Gestützt wurde dieser Hass vor allem auf stereotype Wahrnehmungen: Durch die empirisch falsche Darstellung der Juden als Wucherer, Rasseschänder und Weltverschwörer schuf das NS-Regime einen bedrohlichen Feind. Doch wie wurde diese Feindschaft gegenüber dem Judentum während des Nationalsozialismus in den Köpfen des deutschen Volks gefestigt?

Ausgehend von den Feindbildtheorien Christoph Wellers und Peter Tepes wird belegt, dass mithilfe antisemitischer Vorurteile ein Feindbild aufgebaut wurde, das zur Rechtfertigung der Judenpolitik im Dritten Reich dienen sollte. Das antisemitische Plagiat Die Protokolle der Weisen von Zion sollte eine angebliche Weltverschwörung der Juden beweisen und diente darüber hinaus dem nationalsozialistischen Führer Adolf Hitler als Quelle und Unterstützung seiner Rassenideologie, die er in Mein Kampf formulierte.

Schließlich wurde die Darstellung des Feindbildes Jude auch zu eigentlichen Propagandazwecken genutzt. Die antisemitischen Propagandafilme Jud Süß und Der ewige Jude sind in ihrer Darstellung gegensätzlich, verfolgten aber ein gemeinsames Ziel: Der Bevölkerung die Gefahren vor Augen zu führen, die angeblich vom Judentum ausgingen.

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Infos zum Beitrag:

  • Publikationsdatum:
    02/2010
  • Sektion:
    Ideologieforschung
    Feindbildtheorie
  • Textart:
    Examensarbeit
  • Seminarkontext:
    Feindbilder

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